Nana

Ich habe mir so oft gewünscht,
es wäre anders.

Ich blicke über den See
auf gleicher Höhe
zum Hang auf der anderen Seite.

Ich denke an das moderne Haus
mit den langen Fenstern,
das jetzt mit seinen kühlen Wänden
ganz warm strahlen muss.

Alles ist hier,
nur du nicht.
Ich nicht bei dir.

Wo ich nie wusste,
was ich suchte
bis der erste Stern hervortrat.
So lange, bis das Abendrot
die ersten Lichter dort entzündete,
und in den See die heimelige Stimmung fiel.

Ich weiß noch immer nicht,
wonach ich sehne,
nur heute fehlt der Ruhe
etwas Schwermut
und bietet dafür mehr
Erlösung.

Ich weiß nur,
dass wir nicht
das Gleiche brauchten.

Alleinsein ist jetzt
alles, das ich will.

Doch wieder
an Gemeinsames zu glauben,
nicht mehr allein zu sein,
ist das zuviel?

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(c) Christian Wolf

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Abschiednehmen

„Man weiß nicht, was man fühlen wird, bis man es fühlt. […] Abschiede tun ein bisschen weh, bringen sie uns doch immer wieder vor Augen, dass die große Veränderung jetzt direkt ansteht. Was auch, sein wird, es wird nicht mehr so sein wie vorher. Und dann ist da doch diese Angst vor dem Unbekannten. Diese Angst, über die man dachte, man hätte sie nicht, man stünde da drüber. Nope. Sie ist da. Man konnte sie sich nur nicht konkret vorstellen.“ Aus „Abschied nehmen“ (Fahrradreise 2016)

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©Marta Neic